Bowler

Hey Kameraden!

Es ist allerhöchste Zeit, mal einige Worte über den Bowler zu verlieren, denn er hat sich als eine der absolut unverzichtbarsten Truppen in Clash of Clans heraus gestellt. Er wurde mit dem Update vom 21. März 2016 eingeführt. Damals benötigte er noch 8 Armeelagerplätze Platz, was angesichts seiner geringen Widerstandskraft als zu viel erachtet wurde, der Bowler fristete ein Schattendasein im Game.

Clash of Clans erkannte den Bowler als Rohrkrepierer und verbesserte am 03. Mai 2016 seine Angriffsgeschwindigkeit – er brauchte nur noch halb soviel Zeit bis zu seinem ersten Steinwurf. Nachdem dies immer noch zu keiner weiteren Verwendung im Spiel führte, wurde am 24. Mai 2016 sein Platzbedarf auf 6 Armeeeinheiten reduziert – das war der Durchbruch des Bowlers.

Die grundlegenden Eigenschaften des Bowlers

Der Bowler kann bis zu Level 3 entwickelt werden, auf RH10 wird er freigeschaltet und kann bis Level 2 entwickelt werden. Der Bowler ist eine Einheit, die zwar verheerenden Schaden anrichten kann, gleichzeitig aber über ein “Glaskinn” verfügt – der Bowler verträgt nicht viel Schaden, Riesenbomben setzen ihm schwer zu, Doppelriesenbomben vernichten ihn, Magiertürme können ihn in schwere Bedrängnis bringen, Infernos sowieso – kurzum, der Bowler ist ein recht empfindliches Wesen.

442691_af02bdb4709e4a9a9ca61707e35a64e6mv2 Jedoch hat der Bowler die bemerkenswerte Eigenschaft, unfassbaren Schaden anrichten zu können, wenn man ihn nur lange genug am Leben erhalten kann. Der Bowler verursacht Flächenschaden, indem seine Steinkugel nicht nur das Ziel trifft, das er anvisiert, sondern auch das Gebäude dahinter schwer beschädigen kann. Der Bowler hat zusammen mit dem Grand Warden als einzige Einheit eine Schadenreichweite von 6 Kacheln – das ist weiter, als die Bogenschützenkönigin schießen kann. Der Bowler kann damit Ziele zerstören, die hinter einer zweiten Mauerreihe stehen (Beispiel: Mauer+Gebäude+Mauer=5 Kacheln, für die Queen ist dies die maximale Reichweite, sie kann ein Gebäude unmittelbar hinter der zweiten Mauer nicht mehr treffen, der Bowler schon).

Kurzsichtigkeit des Bowlers

Der Bowler kann mit seinem Angriff also sehr tiefe Kerben in eine Base schlagen. Allerdings hat der Bowler eine recht eigenwillige Angriffsintelligenz (AI). Er zielt nicht auf alle Gebäude, die in seiner Reichweite sind, sondern visiert nur Gebäude unmittelbar vor ihm oder direkt hinter einer Mauer an. Das Ziel, das hinter der zweiten Mauer liegt, greift er nicht an – offenbar ist der blaue Kegler etwas kurzsichtig, denn obwohl er das Ziel erreichen könnte, bewirft er es nicht, wenn es weiter als 3 Kacheln von ihm entfernt ist, sondern sucht sich ein neues Ziel.

Der Bowler ist in Gruppen von mindestens 5 und unter dem Einfluss von Wutzaubern ungeheuer stark, sein Flächenschaden ist enorm. Die Abpraller und Querschläger seiner Kegelattacken richten fürchterliche Verwüstungen an und können eine Base kurz und klein schlagen – auch über Mauern hinweg.

Der bevorzugte Einsatz des Bowlers

Die Besonderheit des Bowlers liegt darin, dass er nicht unbedingt eine Mauer überwinden muss, um Ziele bis weit dahinter zu zerstören. Das macht ihn vor allem für Bases interessant, die über relativ viele, möglichst eng gestellte Abteile verfügen. Die Standardtaktik ist es, die Bowler in einer möglichst geschlossenen Formation mit bis zu zwei Sprungzaubern durch die Base zu lenken und sie auf diesem Weg permanent unter Wutzaubern zu halten. Dabei sollte man folgende Grundsätze beachten und in die Angriffsplanung einbeziehen:

  • Der Zerstörungsradius

Der Radius der möglichen Zerstörung einer Gruppe von Bowlern ist 6 Kacheln. Ist eine Base eher länglich aufgestellt, so ist es sinnvoll, die Base der Länge nach zu durchqueren, da mit dem Weg durch die Mitte eine sehr breite Schneise gezogen werden kann. Durchschneidet man die Base der Breite nach, so bleiben rechts und links zwei Hälften übrig – da die Laufwege der Bowler sehr schwer vorher zu sagen sind, würden sie sich in solch einem Fall völlig unkalkulierbar teilen.

  • Die Heilung

Bowler benötigen permanent Heilung und Schutz Da sie sehr verletzlich sind, müssen Bowler geradezu “gepampert” werden – ein ganzer Begleitkonvoi ist nötig um sie am Leben zu erhalten. Bowler benötigen eine Vorhut aus Riesen oder Golems, die die schweren Einzelziel-Geschütze auf sich zieht und möglichst Infernotürme ablenkt. Zudem benötigen Bowler hinter sich einige Heiler. Heilzauber hingegen sind ungünstig, da damit Zauberplatz für Wut-, Sprung- oder Frostzauber verloren geht.

  • Viel Zauber

Bowler sind echte Zauberfresser. Sie benötigen für den Weg durch eine Base die über zahlreiche Abteile verfügt meistens 2 Sprungzauber, mindestens jedoch einen ins Zentrum. Durch schwache Mauern kommt eine größere Gruppe Bowler relativ leicht durch, jedoch greifen Bowler nur sehr ungern Mauern an. Ohne wenigstens einen Sprungzauber bekommt man die blauen Kegler daher nicht in die Mitte. Auf diesem langen Weg durch die Mitte brauchen die Bowler meistens auch zwei Wutzauber, die ihnen die nötige Durchschlagskraft über die ganze “heiße Phase” verleihen und auch die Heiler hinter ihnen mit genug Heilkraft versorgt, um die Bowler auch unter hohem Feuerdruck am Leben zu erhalten. Und zusätzlich brauchen die Bowler für den Fall, dass die Infernotürme etwas weiter auseinander stehen, fast immer zwingend einen Frostzauber. Dieser Frostzauber hat die Aufgabe, den Heilern die Chance zu geben, die Bowler zwischen beiden Infernotürmen zu heilen. Unter Infernofeuer ist keine Heilung möglich – jedoch sind Bowler, einmal im Zentrum angelangt, sehr schnell durch Riesenbomben und Flächenschaden von Minenwerfern und Magiertürmen schwer angeschlagen. Verschafft man ihnen dann keine kurze Atempause, indem man den zweiten (IMMER den zweiten!) IT einfriert und damit den Heilern die Möglichkeit gibt zu heilen, dann failt der Angriff. Bowler benötigen also zwingend: mindestens 1 Jump, 2 Wut, 1 Frost. Damit bleibt wenig kreativer Spielraum…

Ansichtssache:

Meiner Meinung nach ist das bevorzugte Terrain des Bowlers die eng gestellte, stark unterteilte Base, die sich relativ problemlos von aussen funneln lässt. Einmal in das Zentrum geführt, spielt der Bowler dort seine speziellen Stärken aus und kann durch Sprungzauber gut gesteuert werden. Der Bowler braucht auf seinem Weg durch die Base viel Aufmerksamkeit und Support durch Heiler sowie gut platziert Zauber. Bases, die ein truppen- und zauberintensives Funneling erfordern, sind für Bowler nur bedingt geeignet, auch ein Queenwalk vor dem Bowlerangriff ist sehr schwierig, weil es in diesem Fall nötig wäre, die Heiler der Queen an irgendeinem Punkt an die zentrale Bowlergruppe zu “übergeben” – nicht unbedingt einfach.

Damit ist der Bowler imho das Gegenstück zur Walküre, die eher von Bases mit weniger Abteilen profitiert und dafür auch weniger Zauber und Heilung benötigt.